SoftBanks jüngste Jahreszahlen zeigen, wie stark Masayoshi Sons AI-Wette auf OpenAI konzentriert ist. Im Geschäftsjahr bis März verbuchte der Vision Fund 46 Milliarden Dollar Gewinn; rund 45 Milliarden Dollar davon kamen allein von OpenAI. Der Konzerngewinn lag bei etwa 5 Billionen Yen, ungefähr 32 Milliarden Dollar.
SoftBank will mehr als 60 Milliarden Dollar in OpenAI investieren und damit rund 13 Prozent halten. Mehr als die Hälfte ist bereits eingesetzt. Der Buchgewinn hängt daran, dass OpenAIs Bewertung von 852 Milliarden Dollar aus dem März hält oder weiter steigt. Fällt die nächste Bewertung deutlich, dreht dieselbe Konzentration ins Risiko.
S&P warnt bereits
Nach OpenAIs März-Finanzierung senkte S&P Global den Ausblick für SoftBank von stabil auf negativ. Genannt wurden Bedenken zu Liquidität, Portfolioqualität und Finanzkraft. CFO Yoshimitsu Goto verwies auf 3,5 Billionen Yen Cash, genug für mehr als zwei Jahre Anleiherückzahlungen. Doch die restlichen OpenAI-Zusagen und AI-Rechenzentrumspläne beanspruchen diesen Puffer.
Es ist die bekannte Son-Logik: konzentriert investieren, lange halten, auf einen Branchenumbruch setzen. Alibaba machte sie berühmt, WeWork zeigte die Kehrseite. OpenAI ist als Einzelwette größer, daher hängt SoftBanks nächste Erzählung an OpenAIs nächster Bewertung und am Umsatznachweis.
Quellen: CocoLoop, Tech Startups, CNBC, Invezz; geprüft wurden Vision-Fund-Gewinn, OpenAI-Anteil, Konzerngewinn, Investitionsvolumen, Zielanteil und S&P-Ausblick.