NVIDIA Blackwell bis Mitte 2026 ausverkauft

Ende 2025 bestätigte NVIDIA-CEO Jensen Huang, was alle Unternehmen, die Blackwell kaufen wollten, schmerzte: Die Racks B200 und GB200 NVL72 sind bis Mitte 2026 ausverkauft.

Allein die aufgelaufenen Bestellungen der größten globalen Cloud-Anbieter übersteigen 3,6 Millionen Einheiten.

Wo die Lieferkette klemmt

Blackwells Problem ist nicht eine einzelne Stufe, sondern die gesamte Kette schlägt gleichzeitig Alarm:

CoWoS-Verpackung: TSMC hat die relevanten Kapazitäten für 2026-2027 praktisch vollständig an NVIDIA gebunden; andere Kunden müssen warten.

HBM3e-Speicher: Die gesamte Kapazität von SK Hynix und Micron für 2025 ist ausgelastet, und sie planen eine Preiserhöhung von 20 % Anfang 2026. Die Expansionspläne von SK Hynix und Samsung laufen auf Hochtouren.

Rack-Montage: OEMs wie Dell, Foxconn, Inventec und Wistron hatten zuvor technische Probleme (hauptsächlich technische Herausforderungen bei Flüssigkeitskühlungsracks), die sie erst kürzlich gelöst haben, sodass die Serienproduktion nun hochgefahren wird.

Wenn diese Stufen blockiert sind, können selbst fertig entwickelte Chips nicht ausgeliefert werden. Die gute Nachricht: Die OEM-Probleme sind im Wesentlichen gelöst. Die schlechte Nachricht: Die ersten beiden Stufen bleiben Engpässe.

Nächste Generation: Blackwell Ultra (GB300)

NVIDIA, das nicht wartet, hat nicht vor, die Käufer ewig warten zu lassen.

Blackwell Ultra (B300/GB300) ist auf dem Weg und soll in der ersten Hälfte von 2026 auf den Markt kommen. Wichtigstes Upgrade: Der HBM3e-Speicher pro GPU steigt von 192 GB beim B200 auf 288 GB, was für die Inferenz sehr großer Modelle sehr vorteilhaft ist.

Prognose: Die Auslieferungen der GB300-Rack-Serie könnten 2026 im Jahresvergleich mehr als verdoppelt werden.

Weiter in die Zukunft blickend, wird die Rubin-Architektur voraussichtlich in der zweiten Hälfte von 2026 auf den Markt kommen, wie bereits auf der GTC angekündigt.

Was das für KI-Unternehmen bedeutet

Unternehmen, die keine neuesten GPUs bekommen, haben mehrere Optionen:

H100/H200 nutzen: NVIDIA verhandelt über eine erneute Produktionsausweitung der H200, da chinesische Unternehmen wie Alibaba und ByteDance über 2 Millionen H200-Chips bestellt haben. Hopper-Architektur-Ware ist tatsächlich etwas leichter zu bekommen als Blackwell.

Warten in der Schlange: Großabnehmer wie Microsoft, Google und AWS haben eine Prioritätswarteschlange, aber die Wartezeiten werden immer noch in Quartalen gemessen.

Zu Wettbewerbern wechseln: Der AMD MI300X ist noch verfügbar, und viele Unternehmen testen ihn – aber im großflächigen Software-Ökosystem ist CUDA immer noch ausgereifter.

Eigenentwicklung: Die Routen Google TPU, AWS Trainium und Microsoft Azure Maia, aber der Bauzyklus ist länger.

Was diese Situation zeigt

Die Wachstumsrate der Nachfrage nach KI-Infrastruktur hat die Reaktionsgeschwindigkeit der globalen Lieferkette überholt, und diese Lücke ist kurzfristig nicht zu schließen. Nicht, dass NVIDIA nicht verkaufen wollte, sondern die Industriekette ist einfach so groß.

Von TSMC bis zu den HBM-Lieferanten ist jede Stufe ein Monopol oder Oligopol, ohne Raum für schnelle Kapazitätserweiterung.

Der aktuelle Stand ist: Unternehmen, die die neueste Blackwell-Ware kaufen wollen, haben entweder frühzeitig langfristige Kaufverträge abgeschlossen oder müssen warten.

Quellenangabe: CocoLoop, Nvidia's Blackwell Dynasty: B200 and GB200 Sold Out Through Mid-2026 (FinancialContent/TokenRing); NVIDIA's Blackwell Ultra GB300 AI Servers to Lead the AI Infrastructure Race (WCCFTech); Nvidia server makers solve Blackwell technical issues (Data Center Dynamics)