Nvidias jüngster Schritt bei humanoiden Robotern ist kein fertiges Verbraucherprodukt. Auf der GTC Taipei zeigte Jensen Huang den NVIDIA Isaac GR00T Reference Humanoid Robot, einen Forschungsbauplan für Körper, Hände, Rechenmodul und Software.
Das System nutzt den Unitree H2 Plus, taktile Fünf-Finger-Hände von Sharpa, 75 Freiheitsgrade, Stereo- und Handgelenkkameras, IMUs, rund drei Stunden Akku und einen Jetson AGX Thor T5000 mit Blackwell-GPU.
Wichtiger als die Hülle ist der Stack
Nvidia bündelt Isaac Teleop für Datenerfassung, Isaac GR00T als Basismodell, Isaac Sim und Isaac Lab für Simulation und Training sowie Isaac ROS für den Einsatz. Forschungslabore sollen Methoden auf einer gemeinsamen Plattform vergleichen, statt jede Verbindung neu zu bauen.
Steve Cousins von Stanford beschreibt das Design als offene Humanoid-Plattform mit geschickten Händen und Onboard-KI-Rechenleistung. ETH Zurich, AI2 und UC San Diego gehören zu den früh genannten Forschungsnutzern.
Nvidia verkauft die Schaufeln
Die Strategie erinnert an Nvidias Rolle beim Modelltraining. Das Unternehmen muss nicht jeden Roboter bauen, wenn Chips, Simulation und Trainingspipeline auf seiner Plattform laufen. Huang sieht Humanoide als Weg, Physical AI in Billionenmärkte zu bringen.
Die Einschränkungen sind deutlich: Der Unitree-basierte Roboter soll erst Ende 2026 ausgeliefert werden, der GR00T-Workflow für Unitree G1 ist noch nicht auf GitHub und Hugging Face, und das Ziel ist akademische Forschung, nicht Hausarbeit.
Quellen: NVIDIA Newsroom, PR Newswire, CNBC, Engadget, CocoLoop; geprüft wurden Unitree H2 Plus, Sharpa-Hände, 75 Freiheitsgrade, Jetson Thor T5000 und die Positionierung für akademische Forschung.