DriveNets verkauft die weniger glamouröse Seite der KI-Infrastruktur: das Netzwerk, das teure GPUs davon abhält, auf Daten zu warten. CEO Ido Susan formuliert es zugespitzt: Das teuerste ungenutzte Asset sei derzeit eine GPU, die auf das Netzwerk wartet.
Das Unternehmen sammelte 410 Millionen Dollar in einer Series D ein und wird mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet. Die Gesamtfinanzierung nähert sich einer Milliarde Dollar. Bessemer und Atreides führten die Runde an, Pitango, D1, Red Dot und AMD beteiligten sich.
Netzwerke werden strategisch
In großen Clustern entscheidet nicht nur die einzelne GPU, sondern die Kommunikation zwischen Tausenden Chips. DriveNets setzt auf Ethernet und optimiert Bibliotheken, Transport, Netzwerkkarten und Fabric-Steuerung durchgehend.
Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben seit 2025 cashflow-positiv und hat mehr als eine Milliarde Dollar an Aufträgen und Projekten. Susan will das neue Kapital vor allem für Lagerbestände nutzen, um KI-Infrastrukturnachfrage bedienen zu können.
AMD setzt ein Zeichen
AMDs Einstieg ist relevant, weil KI-Rechenzentren zwischen Nvidias enger InfiniBand-Welt und einem offeneren Ethernet-Lager wählen. Für AMD kann offenes Networking den Lock-in in Nvidias Stack schwächen.
Alan Weckel von 650 Group erwartet, dass der KI-Netzwerkmarkt bis Ende des Jahrzehnts mehr als 200 Milliarden Dollar erreicht. DriveNets wettet darauf, dass in heterogenen Clustern die Verbindung zwischen Beschleunigern so strategisch wird wie der Beschleuniger selbst.
Quellen: PR Newswire, Calcalist, Globes, Tech Startups, CocoLoop; geprüft wurden 410 Millionen Dollar Series D, 8,5 Milliarden Dollar Bewertung, fast eine Milliarde Dollar Gesamtfinanzierung, mehr als eine Milliarde Dollar Backlog und die 200-Milliarden-Dollar-Marktprognose.