Moore Threads verschiebt die Debatte über chinesische GPUs auf eine härtere Ebene: Nicht die Demo zählt, sondern Lieferung und wiederholbarer Umsatz.
Das Unternehmen erwartet im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,65 bis 1,75 Mrd. RMB. Schon die Untergrenze liegt über dem Gesamtumsatz 2025 von rund 1,505 Mrd. RMB.
Als Gründe nennt Moore Threads eine “starke Nachfrage nach Vollfunktions-GPUs” und die schnellere Kommerzialisierung seiner KUAE-Compute-Cluster.
Umsatz wird zum Prüfpunkt
Laut Mitteilung entspricht der Halbjahresumsatz 235,12% bis 249,37% des Vorjahreszeitraums, also einem Wachstum von 135,12% bis 149,37%. Die Vergleichsbasis lag bei 701,7619 Mio. RMB.
Eine solche Kurve entsteht selten aus Einzeltests. Sie spricht eher für fortlaufende Kundenauslieferungen oder den Übergang von Pilotaufträgen zu breiterem Einsatz.
S5000 ist nun ein Lieferhinweis
Das Unternehmen nennt auch die MTT S5000. Die Flaggschiffkarte für Training und Inferenz sei in Massenproduktion und werde in großen Clustern eingesetzt, die Modelle mit Billionen Parametern trainieren können.
Benchmarks, Clustergrößen und Kundennamen fehlen weiterhin. Sichtbar ist aber, dass S5000 vom Produktversprechen in die Umsatzkette gewandert ist.
Der Halbjahresbericht bleibt entscheidend
Moore Threads betont, dass die Prognose noch nicht von registrierten Wirtschaftsprüfern geprüft wurde. Die endgültigen Zahlen folgen im Halbjahresbericht 2026.
Dort zählen Kundendiversität, Bruttomarge, Cashflow und bereinigte Profitabilität. Das Umsatzwachstum ist klarer geworden, die Qualität des Geschäfts muss noch nachziehen.
Sources: Moore Threads 2026 interim revenue forecast filing, Zhidongxi, Securities Daily, CocoLoop, The Paper; checked revenue range, growth rate, prior-year base, audit status, MTT S5000 mass-production wording, WAIC product line, 2025 revenue, Q1 2026 revenue and market-value context.