SIA: 95% des Werts eines KI-Serverracks stecken in Chips

Die Semiconductor Industry Association und Deloitte beziffern den KI-Infrastrukturboom neu: In einem führenden KI-Serverrack stammen mehr als 95% des Werts von Chips. Der Bericht vom 1. Juni zerlegte ein modernes Rack virtuell und zählte mehr als 4.500 verpackte Chips.

Dem Bericht zufolge machen Chips mehr als die Hälfte der gesamten Investitionsausgaben von Rechenzentren aus. Bis 2028 könnten jährliche Umsätze mit Chips für KI-Rechenzentren 1,2 Billionen Dollar erreichen, fast eine Verzehnfachung in vier Jahren. Weltweit könnten rund 4 Billionen Dollar in Rechenzentrumsinfrastruktur fließen, davon bis zu 2,8 Billionen in Halbleiter.

Die zentrale Botschaft richtet sich gegen eine Verkürzung: KI-Chips sind nicht nur GPUs. Logik, Speicher, Netzwerke, Strommanagement und Advanced Packaging bestimmen gemeinsam, ob ein Rechenzentrum genügend Leistung liefern kann. SIA-Chef John Neuffer sagte, die Zukunft der KI hänge von der gesamten Bandbreite der Halbleitertechnologien ab, die sie antreiben.

Damit wird der KI-Ausbau zu einem Full-Stack-Wettbewerb der Halbleiterindustrie. GPUs bleiben der sichtbarste Teil, doch HBM, Interconnects, Packaging und Stromkomponenten entscheiden, ob ein KI-Rack im großen Maßstab funktioniert.

Quellen: Semiconductor Industry Association, InfotechLead, CocoLoop.