Kimi K3 startet mit 2,8 Billionen Parametern

Moonshot AI rückt Kimi wieder in die Mitte des offenen Modellrennens. Kimi K3 wurde am 16. Juli mit 2,8 Billionen Parametern, nativer Bildverarbeitung und einem Kontextfenster von 1 Million Token gestartet.

Die Modellgröße ist nur ein Teil der Nachricht. Kimi führt K3 bereits ganz oben in der offiziellen API-Modellliste und nennt die Preise. Damit ist es eher eine Service-Migration als eine reine Forschungsankündigung.

„Je größer die Parameterzahl, desto höher die Fähigkeitsobergrenze und desto intelligenter kann die Modellleistung ausfallen“, sagte ein Moonshot-Vertreter laut Xinhua.

Der API-Zugang ist zuerst produktiv

Xinhua bezeichnet Kimi K3 als derzeit größtes Open-Source-Modell nach Parameterzahl. Die Zielaufgaben reichen von Softwareentwicklung über Wissensarbeit und Deep Research bis zu multimodalem Verständnis. Die offizielle Kimi-Dokumentation beschreibt kimi-k3 ebenfalls als stärkstes Modell mit 2,8T Parametern, Vision-Support und 1M-Token-Kontext.

Dieselbe Modellseite schreibt, dass Kimi K2.5 und die Moonshot-V1-Familie nach dem K3-Start für neue Nutzer geschlossen wurden und am 31. August vollständig auslaufen sollen. K3 ist damit der neue Hauptpfad für neue Nutzer.

Der Preis zeigt die Wette

Die Kimi-API-Startseite listet K3 mit 0,30 Dollar pro Million gecachter Input-Token, 3,00 Dollar pro Million regulärer Input-Token und 15,00 Dollar pro Million Output-Token. K2.7 Code und K2.6 liegen bei 0,19, 0,95 und 4,00 Dollar.

Grob gerechnet kostet regulärer K3-Input etwa 3,2-mal so viel wie K2.7 Code, Output etwa 3,75-mal so viel. Moonshot verkauft K3 also nicht als billigere nächste Generation, sondern als Premium-Schicht für langen Kontext, Vision, Coding und Recherche.

Der Open-Weight-Beleg fehlt noch

Ein Prüfpunkt bleibt offen. Die offiziellen Kimi-Seiten bestätigen Modellname, Parameterzahl, Kontextlänge, Fähigkeitsrichtung und API-Preis. Auf der Moonshot-Organisationsseite bei Hugging Face waren bei dieser Prüfung aber noch K2.7 Code, K2.6, K2.5 und K2-Modelle sichtbar, keine K3-Gewichtsseite.

Für Entwickler zählen nun Gewichte und Lizenz, aktive Parameterzahl, Modellkarte, unabhängige SWE-bench- und Terminal-Bench-Ergebnisse sowie echte Kosten in 1M-Token-Code- oder Dokumentenlasten.

Wenn diese Punkte folgen, kann Kimi K3 chinesische offene Modelle aus der Rolle günstiger Alternativen in Richtung großer Langkontext-Systeme für ernsthafte Entwicklerarbeit schieben. Wenn sie fehlen, bleibt die Zahl 2,8T zunächst ein starkes Launchsignal.

Quellen: Xinhua, Kimi API Platform, offizielle Kimi-Modellliste, Financial Times, CocoLoop, Moonshot-Organisationsseite bei Hugging Face; geprüft wurden Kimi-K3-Launchknoten, 2,8T Parameter, 1M-Token-Kontext, Vision-Support, API-Input-/Output-/Cache-Preise, Auslaufplan für K2.5 und Moonshot V1 sowie Status der öffentlichen Gewichtsseite.