GPT-5.4 vereint Codex-Argumentation und Computer Use in einem Modell

Am 5. März veröffentlichte OpenAI GPT-5.4. Die größte Änderung: Es gibt kein spezielles Programmiermodell mehr.

Bisher war GPT-5.3-Codex ein eigenständiges, spezialisiertes Programmiermodell, das getrennt von der Hauptlinie GPT-5.x veröffentlicht wurde. Jetzt vereint GPT-5.4 die modernsten Programmierfähigkeiten, Argumentationsfähigkeiten und Computer Use direkt in einer einzigen Modellarchitektur.

Dreifach-Können

Bereich GPT-5.4 Vergleich zu GPT-5.3-Codex
Programmieren (SWE-bench Pro) 57,7 % 55,6 %
Computersteuerung (OSWorld) 75 % 64 %
Wissensarbeit (GDPval) 83 % Keine

Programmieren ist etwas stärker, Computersteuerung liegt deutlich vorn, und die Fähigkeit zur Wissensarbeit fehlte bei Codex völlig. Das erste einzelne Modell, das in allen drei Bereichen Spitzenniveau erreicht.

Fünf Versionen

  • Standard: Normale Version
  • Thinking: Tiefe Argumentationsversion
  • Pro: Hochleistungsversion
  • Mini: Leichte Version
  • Nano: Extrem leichte Version

Die API-Preise decken eine Spanne von wenigen Dollar bis zu mehreren Dutzend Dollar ab. In ChatGPT heißt es "GPT-5.4 Thinking", in der API gpt-5.4.

Experimentelle Unterstützung für 1 Million Token Kontext, konfigurierbar über die Parameter model_context_window und model_auto_compact_token_limit.

Strategisches Signal

GPT-5.4 steht für eine klare strategische Wende in der Produktstrategie von OpenAI: weg von "verschiedene Modelle für verschiedene Szenarien" hin zu "ein Modell für alles".

Dies läuft auf das Gleiche hinaus wie der hybride Modellansatz von DeepSeek V3.1 und das Zwei-Modus-Design von Qwen3. Offenbar wird das "einheitliche Modell" zum Branchenkonsens – der Nutzer sollte sich nicht fragen müssen: "Welches Modell soll ich für dieses Problem verwenden?"

Quellenangabe: CocoLoop, NxCode Technischer Leitfaden