Auf der Build-Konferenz im letzten Jahr kündigte GitHub ein großes Update an: Copilot kann jetzt als eigenständiger Agent arbeiten.
Wie wird es verwendet?
Die Bedienung ist sehr einfach – Sie weisen Copilot auf GitHub ein Issue zu oder geben ihm in VS Code Anweisungen. Es startet automatisch eine sichere Entwicklungsumgebung (basierend auf GitHub Actions) und beginnt mit der Arbeit:
- Code lesen und Kontext verstehen
- Änderungspläne erstellen
- Code über mehrere Dateien hinweg ändern
- Terminalbefehle ausführen
- Automatisch iterieren, bis die Aufgabe abgeschlossen ist
Nach den Änderungen pusht es den Code in einen draft PR. Sie können jederzeit das Fortschrittsprotokoll einsehen und es bei Unzufriedenheit zurückschicken, um es erneut zu versuchen.
Worin ist es gut?
Derzeit funktioniert es gut in diesen Szenarien:
- Funktionsentwicklung (Hinzufügen von Features auf Basis vorhandenen Codes)
- Fehlerbehebungen
- Test-Ergänzungen
- Code-Refactoring
- Dokumentationsaktualisierungen
Einfach ausgedrückt: Es funktioniert am besten in Projekten mit mittlerer bis niedriger Komplexität und guter Testabdeckung.
Sicherheitsmechanismus
Ein wichtiges Designmerkmal: Die vom Agenten erstellten PRs lösen keine CI/CD-Prozesse aus, bevor sie von einem Menschen genehmigt wurden. Die Branch-Schutzregeln bleiben weiterhin wirksam. Das bedeutet, dass selbst wenn es problematischen Code schreibt, dieser nicht automatisch in die Produktion gelangt und Schaden anrichtet.
Das Update wurde am 25. September letzten Jahres für alle zahlenden Copilot-Nutzer freigegeben. Im März dieses Jahres wurde außerdem die MCP-Protokollunterstützung hinzugefügt, wodurch es von einem Code-Vervollständigungstool offiziell zu einem vollwertigen Agent-Entwicklungspartner aufgewertet wurde.
Jeder Agent-Aufruf verbraucht ein Premium-Request-Kontingent. Bei großen Projekten sollte der Kontingentverbrauch im Auge behalten werden.
Quellenangabe: CocoLoop, offizielle Ankündigung des GitHub Blogs