Am 9. März stellte Microsoft auf der Frontier Transformation-Veranstaltung die dritte Aktualisierungswelle für Microsoft 365 Copilot vor. Die Kernänderung ist der formelle Wandel vom Hilfswerkzeug zum autonomen Agenten.
Copilot Cowork
Die größte Neuerung des neuen Copilot ist nicht, dass er intelligenter ist, sondern dass er selbstständig arbeiten kann.
Copilot Cowork kann:
- Arbeitspläne erstellen
- Über Tools und Dateien hinweg schlussfolgern
- Arbeitsabläufe kontinuierlich vorantreiben
- Auch dann eigenständig fortfahren, wenn Sie nicht zusehen
Benutzer können jederzeit eingreifen, um die Richtung anzupassen. Von der Kalenderverwaltung bis zur monatlichen Budgetprüfung ist alles möglich.
Multi-Modell-Strategie
Microsoft bestätigte, dass es gleichzeitig Modelle von OpenAI und Anthropic Claude verwendet. Als größter Investor von OpenAI entscheidet sich das Unternehmen auf Produktebene dennoch gegen eine Bindung an einen einzigen Anbieter – eine bemerkenswerte Entscheidung.
Agent 365
Die am 1. Mai startende einheitliche Verwaltungsebene für Unternehmens-KI-Agenten. IT- und Sicherheitsteams können an einem Ort alle KI-Agenten überwachen, verwalten und steuern.
Für den Unternehmenseinsatz ist diese zentrale Kontrollfähigkeit möglicherweise wichtiger als die Fähigkeiten der Agenten selbst. Kein CTO möchte Dutzende verschiedener KI-Agenten, die im Unternehmen unkoordiniert agieren.
Ökosystem und Preise
- M365 E7 (Frontier Suite): E5 + Copilot + Agent 365 als Paket
- Unterstützung für MCP-Protokoll und Apps SDK
- Adobe, Monday.com, Figma und weitere sind angebunden
- Preisanpassung für Unternehmen ab 1. Juli, KI-Funktionen werden von optional zu Basiskomponenten
Für Entwickler bedeutet die native MCP-Unterstützung, dass für Claude erstellte MCP-Server direkt im Microsoft-Ökosystem wiederverwendet werden können. Interoperabilität wird von der Theorie zur Realität.
Quellenangabe: CocoLoop, Microsoft 365 Blog