Trumps KI-Erlass gibt US-Cyberverteidigern 30 Tage Vorsprung bei Frontier-Modellen

Donald Trump hat KI-Regulierung bislang vor allem als etwas betrachtet, das man zurückfahren sollte. Am 2. Juni unterzeichnete er jedoch den Erlass Promoting Advanced Artificial Intelligence Innovation and Security, den ersten ernsthaften Schritt seiner Regierung in Richtung Aufsicht über Frontier-Modelle.

Der Kern ist ein Zeitvorsprung. Entwickler können neue Frontier-Modelle der Regierung freiwillig 30 Tage vor einer breiteren Freigabe bereitstellen. Cyberverteidiger sollen in dieser Zeit Angriffs- und Verteidigungsfähigkeiten prüfen und Patches, Erkennung und Gegenmaßnahmen vorbereiten. Finanzministerium, CISA und weitere Behörden erhalten Fristen von 30 bis 60 Tagen für Clearinghouse, Verteidigungswerkzeuge und geheime Benchmarks.

Politisch entscheidend ist der Ausschluss von Pflichtlizenzen, Vorabfreigaben oder Genehmigungen. Auf dem Papier bleibt es freiwillig. Wenn die NSA ein Modell aber als erfasstes Frontier-Modell einstuft, wird ein großes Labor schwer Nein sagen können. Selbst diese deregulierungsgeneigte Regierung sieht Cyberfähigkeit inzwischen als Sonderfall.

Quellen:Text des Weißen Hauses sowie Analysen von NPR, Axios und Council on Foreign Relations; CocoLoop