Sam Altman, Dario Amodei, Demis Hassabis und Mustafa Suleyman stehen selten unter demselben offenen Brief. Diesmal fordern sie den US-Kongress auf, Anbieter synthetischer DNA und RNA zur Prüfung von Kunden und Bestellungen zu verpflichten.
Die Sorge entsteht an der Schnittstelle von KI und synthetischer Biologie. KI-Modelle können die Wissenshürde für gefährliche biologische Konstruktionen senken, während Gensynthese leichter online bestellbar wird. Der Brief argumentiert, freiwilliges Screening reiche nicht mehr; Käufer, Sequenzen und Aufzeichnungen müssten gesetzlich erfasst werden.
Bemerkenswert ist, dass die Warnung von den Firmen kommt, die diese Wissenshürde selbst senken könnten. Statt Modelle direkt einzuschränken, schlagen sie einen Kontrollpunkt in der physischen Lieferkette vor. Neben KI-Managern unterzeichneten auch der Stanford-Mikrobiologe David Relman und James Diggans von Twist Bioscience.
Quellen:DNYUZ-Bericht, offener Brief auf screendna.org und Science-Bericht zu KI-entworfenen Toxinen und Synthese-Screening; CocoLoop