Bhavin Turakhia setzt erneut auf ein großes Softwareprojekt. Der 46-jährige Gründer hinter Directi, Radix, Titan und Zeta stellte am 1. Juli Neo vor, ein KI-natives Office-Paket für den Wettbewerb mit Microsoft Office und Google Workspace. Die ersten 30 Millionen Dollar kommen aus seinem Privatvermögen.
Gegenüber TechCrunch verglich er es so: Wer ein iPhone bauen wolle, könne nicht einfach Nokia-Teile umbauen.
Neo kombiniert Projektmanagement, Dokumente, Dateispeicher und eine Assistenten- und Agentenschicht namens Friday. Mehr als 1.000 externe Anwendungen sollen angebunden werden; zugleich bleibt das Produkt modellunabhängig, damit Unternehmen nicht an einen Anbieter gebunden sind.
Erst im echten Arbeitsalltag
Seit April läuft Neo intern in mehreren Unternehmen Turakhias, darunter die Banking-Softwarefirma Zeta. Als Nächstes sollen mittelständische Kunden in Technologie, Beratung und professionellen Dienstleistungen folgen. Das Team zählt 45 Personen, darunter 18 Ingenieure, und soll bis Jahresende auf rund 100 wachsen.
Selbst 2 bis 5 Prozent Marktanteil wären größer als alles, was Turakhia bisher aufgebaut hat. Der Markt bleibt schwer: Office-Suiten haben hohe Wechselkosten, während Microsoft, Google, Salesforce, Notion und Superhuman ebenfalls KI einbauen. Neo plant im August Tests mit ausgewählten Kunden in Indien und den USA; der öffentliche Start ist für Januar 2027 vorgesehen.
Quellen: CocoLoop, TechCrunch-Bericht über Bhavin Turakhias 30-Millionen-Dollar-Eigenfinanzierung für Neo als KI-Alternative zu Microsoft Office.