Suno hat in einer Series-D-Runde 400 Millionen Dollar eingesammelt und wird nach der Runde mit 5,4 Milliarden Dollar bewertet. Damit steht das KI-Musik-Startup zugleich im Gerichtssaal und im Zentrum der Investorenaufmerksamkeit. Bond Capital führte die Runde an, unterstützt von IVP, Forerunner, Union Square Ventures, Alkeon, Quiet und Bestandsinvestoren.
Entscheidend ist das Tempo. Erst im vergangenen November hatte Suno 250 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 2,45 Milliarden Dollar erhalten; rund ein halbes Jahr später hat sich dieser Wert mehr als verdoppelt. Bis Februar zählte das Unternehmen über 2 Millionen zahlende Abonnenten und näherte sich einem annualisierten Umsatz von etwa 300 Millionen Dollar, bei rund 200 Beschäftigten.
Was Suno weiterhin fehlt, ist breite Legitimität durch Musiklizenzen. Warner Music hat sich im November mit dem Unternehmen geeinigt und eine Lizenzpartnerschaft geschlossen, doch Universal Music und Sony Music klagen weiter. Sie wollen mehr als 61.000 urheberrechtlich geschützte Aufnahmen in den Fall aufnehmen; auch Koda in Dänemark und GEMA in Deutschland gehen juristisch vor.
Die Finanzierung zeigt, dass Investoren eher auf Verhandlungen und Lizenzen setzen als auf ein komplettes Aus für KI-Musik. Suno will Musikproduktion von einem Profihandwerk zu einem Alltagswerkzeug für Millionen machen, doch dieser Weg führt über Rechteinhaber und hohe Rechtskosten.
Quellen: Variety, Music Business Worldwide, Bloomberg, CocoLoop.