Chinas KI-Chatbots stoppen Prüfungshilfe während des Gaokao

Die chinesische Hochschulaufnahmeprüfung macht aus einem beliebten KI-Versprechen ein Compliance-Problem. Kurz vor dem 7. Juni, an dem rund 13,3 Millionen Schülerinnen und Schüler zum Gaokao antreten sollten, beschränkten Doubao, Tencent Yuanbao, Baidu Wenxin, Alibaba Qwen, Kimi und DeepSeek Funktionen, die beim Lösen aktueller Prüfungsaufgaben helfen könnten.

Betroffen waren vor allem Foto-Lösungen, die Erkennung von Prüfungsblättern, Erklärungen zu Fachaufgaben und das Schreiben von Gaokao-Aufsätzen. Doubao erklärte, während der Prüfung keine Aufgaben zu lösen, keine Essays für den Prüfungsraum zu verfassen und keine Antworten zu analysieren; Vorbereitung vorher und Nachbereitung danach blieben möglich.

Damit erweitert sich die Sicherheitslogik von Prüfungen. Neben Spickzetteln, Telefonen und Identitätsbetrug stehen nun auch generative KI-Systeme auf der Risikoliste. Gesichtserkennung, Störsender und KI-Kameras werden durch plattformseitige Funktionssperren ergänzt.

Nach dem Prüfungsfenster können die Funktionen zurückkehren. Doch wenn KI per Foto Antworten liefern und Essays schreiben kann, wird die Grenze zwischen Lernhilfe und Betrugswerkzeug künftig strenger gezogen.

Quellen: IT Home, Jiemian News, BigGo News / TechSpot, CocoLoop.