Google verspricht wasserpositive Rechenzentren bis 2030

Ein mittelgroßes Rechenzentrum kann rund 300.000 Gallonen Wasser pro Tag benötigen, ungefähr so viel wie 1.000 Haushalte. Deshalb wird neue KI-Infrastruktur vor Ort schnell zu einer Frage der Wasserpolitik.

Am 3. Juni kündigte Google an, seine Rechenzentren bis 2030 wasserpositiv zu machen. Jährlich sollen mehr als 19 Milliarden Gallonen Wasser aufgefüllt werden, mehr als doppelt so viel wie der Verbrauch 2024 und fast dreimal so viel wie 2025. Geplant sind 165 Wasserprojekte in 97 Einzugsgebieten, zusätzlich zu mehr als 500 Millionen Dollar bisherigen Investitionen und weiteren 17 Millionen Dollar in sieben US-Bundesstaaten.

Google verspricht außerdem Hilfe für kommunale Wasser- und Abwassersysteme, Luftkühlung in wasserarmen Risikoregionen, jährliche Transparenzdaten und mehr recyceltes Wasser. Wasserkühlung kann den Energieverbrauch im Vergleich zur Luftkühlung um etwa 10% senken. Die Entscheidung ist daher ein Abwägen zwischen Stromverbrauch, Kosten und lokalen Wasserressourcen.

Quellen:Engadget-Bericht zu Googles Zusage; MobileSyrup-Bericht zum Wasserziel für Rechenzentren bis 2030; CocoLoop