Seit dem 1. Juni gelten für GitHub Copilot andere Spielregeln. Die alte Logik, mit 10 Dollar im Monat sowohl kurze Fragen als auch stundenlange autonome Coding-Sitzungen in denselben Topf zu werfen, ist vorbei. Premium-Nutzung wird nun über GitHub AI Credits abgerechnet.
Die Rechnung ist einfach: 1 Credit entspricht 1 Cent. Jede Anfrage wird anhand der Modell-API-Kosten für Eingabe-, Ausgabe- und Cache-Token umgerechnet. Pro enthält 10 Dollar, Pro+ 39 Dollar, Business 19 Dollar pro Nutzer und Enterprise 39 Dollar pro Nutzer. Für Business und Enterprise gibt es bis August zusätzliche Aktionscredits. Autocomplete und Next Edit bleiben kostenlos.
GitHub-CPO Mario Rodriguez begründet den Schritt mit Nachhaltigkeit. Eine schnelle Chatfrage und eine mehrstündige autonome Session kosteten Nutzer bisher gleich viel, während GitHub die steigenden Inferenzkosten auffing. Bei einem Copilot, der als Agent wiederholt Modelle aufruft, passt diese Pauschallogik nicht mehr.
Leichte Nutzer dürften mit dem Monatskontingent auskommen. Teams, die Copilot als Langläufer-Agent einsetzen, müssen neu planen: Sind Credits verbraucht, braucht es zusätzliches Budget oder die Nutzung stoppt. Der breitere Trend bei KI-Coding-Tools geht klar von unbegrenzten Abos zu verbrauchsnaher Abrechnung.
Quellen: GitHub Copilot is moving to usage-based billing (The GitHub Blog); CocoLoop; Updates to GitHub Copilot billing and plans (GitHub Changelog).