Zhipu startet City-Coding-Förderung in Hangzhou, Jahreskarte für die Hälfte

Zhipu startete am 10. September den „City-Coding-Plan“ für Menschen, die in Hangzhou arbeiten, Studierende an Hochschulen in Hangzhou und Unternehmen im Bezirk Shangcheng. Bei Einzelpersonen liegt die Förderung bei Quartalskarten insgesamt bei 44 Prozent, bei Jahreskarten bei 51 Prozent, bei Unternehmens-Jahreskarten bei 55 Prozent.

Die Regeln stehen auf der Dokumentationsseite der offenen Zhipu-Plattform, mit Preisen für jede Stufe. Die Lite-Quartalskarte für Einzelpersonen kostet regulär 354 Yuan, nach Förderung 198,24 Yuan; die Pro-Quartalskarte sinkt von 1.614 auf 903,84 Yuan; die Max-Quartalskarte von 3.234 auf 1.811,04 Yuan. Bei den Jahreskarten sinkt Lite von 1.416 auf 693,84 Yuan, Pro von 6.456 auf 3.163,44 Yuan, Max von 12.936 auf 6.338,64 Yuan. Die Unternehmens-Jahreskarte wird pro Sitzplatz berechnet: die Standardversion sinkt von 7.176 auf 3.229,2 Yuan, die Premiumversion von 14.376 auf 6.469,2 Yuan.

Die Hürde liegt außerhalb der Haushaltsregistrierung

Als Nachweis dient entweder eine Bescheinigung über Sozialversicherungsbeiträge oder ein Online-Verifizierungsbericht von Xuexin.com (Chinas offizieller Plattform zur Hochschulverifizierung) – eines von beidem reicht. Damit wird die Berechtigung daran festgemacht, ob jemand in Hangzhou arbeitet oder studiert, nicht an der Haushaltsregistrierung (Hukou) und nicht am Firmensitz. Einzelpersonen können die Förderung nur einmal beantragen und müssen sich zwischen Quartals- und Jahreskarte entscheiden; Unternehmen können nur das Jahrespaket nutzen, mit einer Förderobergrenze von 1 Million Yuan pro Firma.

Nach der Prüfung erfolgt eine Benachrichtigung per SMS, danach kann direkt zum geförderten Preis bestellt werden. Laut Dokumentation verarbeitet die Plattform Kontodaten, Identitätsverifizierung und persönliche Angaben aus den Nachweisunterlagen.

Förderungen entlang von Stadtgrenzen sind in der Large-Model-Branche noch selten. Preissenkungen der vergangenen zwei Jahre waren meist einheitliche Anpassungen im gesamten Netz oder nach Neu-/Bestandskunden beziehungsweise Nutzungsmenge gestaffelt. Den geografischen Bereich auf eine Stadt zu begrenzen und ihn bei Unternehmen weiter auf einen Bezirk einzuschränken, wirkt eher wie die Umsetzung einer lokalen Industriepolitik als wie reine Marktpreisgestaltung.

Eine Rechnung

Am Beispiel der Pro-Jahreskarte für Einzelpersonen: Originalpreis 6.456 Yuan, nach Förderung 3.163,44 Yuan, auf 365 Tage verteilt sind das 8,67 Yuan pro Tag. Würde man dieselbe Stufe stattdessen viermal per Quartalskarte verlängern, ergäben sich nach Förderung 903,84 × 4, also 3.615,36 Yuan – 451,92 Yuan mehr als die Jahreskarte. Da die Regeln aber festlegen, dass man sich zwischen beiden entscheiden muss und die Förderung nur einmal pro Person gilt, ist dieser Vergleich nur als Entscheidungshilfe sinnvoll.

Bei Unternehmen lässt sich noch eine Ebene weiterrechnen. Ein Sitzplatz der Standardversion kostet nach Förderung 3.229,2 Yuan pro Jahr; geteilt durch die Obergrenze von 1 Million Yuan ergeben sich rund 309 Plätze. Bei der Premiumversion sind es 6.469,2 Yuan pro Platz, entsprechend rund 154 Plätze bei der Obergrenze. Technikteams mit mehr als dreihundert Mitarbeitenden sind im Bezirk Shangcheng ohnehin selten, sodass diese Obergrenze für die meisten antragstellenden Unternehmen keine echte Einschränkung darstellt. Das ist eine grobe Schätzung, in der Praxis hängt es davon ab, ob Unternehmen beide Versionen mischen.

Zum Vergleich: Der zuvor von Zhipu veröffentlichte API-Preis für GLM-5.3 liegt bei 4,4 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token, abgerechnet nach Nutzung. Das Paketmodell folgt einer anderen Logik: Erst wird das Nutzungsrecht für ein ganzes Jahr gesichert, dann wird Preis gegen Kundenbindung getauscht. Die Förderung drückt die Jahreskarte auf nahezu die Hälfte und nimmt damit die Umstiegskosten für ein ganzes Jahr im Voraus vorweg.

Was offenbleibt

Ob das Fördergeld von Zhipu selbst, aus dem Haushalt des Bezirks Shangcheng oder von beiden gemeinsam stammt, geht aus dem Regeldokument nicht hervor. Ob es ein Gesamtkontingent an Plätzen gibt, ob die Aktion endet, sobald die Plätze aufgebraucht sind, und bis wann sie läuft, steht ebenfalls nicht darin. Bekannt ist bislang nur der Starttermin am 10. September.

Der Maßstab für solche Programme ist die Verlängerungsquote nach Ablauf der Förderphase, nicht die Zahl der beantragten Karten. Diese Zahl wird frühestens zur selben Zeit im nächsten Jahr vorliegen, und ob sie überhaupt veröffentlicht wird, ist ebenfalls offen.

Quellen: Dokumentation der offenen Zhipu-AI-Plattform, CocoLoop; Original- und geförderte Preise je Stufe wurden mit der offiziellen Regelseite abgeglichen, Tages- und Platzzahlen sind grobe Schätzungen auf Basis öffentlicher Preise.