Google: KI berührt erst ein Fünftel der Aufgaben

Google hat eine Nutzungskarte für KI veröffentlicht, und ihr Signal ist nüchterner als die übliche Automatisierungserzählung.

AI & Economy ATLAS v1.0 analysiert 14.653.926 de-identifizierte Interaktionen aus Gemini App, Google AI Mode und Gemini API. Die Daten werden auf mehr als 800 Berufe, 4.000 Aufgaben, 300 Haushaltsaktivitäten, 150 Länder und 140 Sprachen abgebildet.

Breit, aber nicht tief

ATLAS findet KI-Nutzung in 68% der US-Berufe, die etwas mehr als 88% der Beschäftigung repräsentieren. In einem typischen Beruf mit beobachteter Nutzung berührt KI aber nur rund 21% der Aufgaben. Nur 3% der Berufe zeigen Nutzung bei mehr als 75% der Aufgaben.

Mehr Hilfe als Ersatz

Bei nicht-routinemäßiger kognitiver Arbeit liegt die Absicht zur vollständigen Automatisierung bei unter 10%. Häufiger sind Entwürfe, Prüfung, Ideenfindung, Strategie, Informationssuche und Lernen.

Die robustere Lesart lautet: KI ist in viele Arbeitsabläufe eingezogen, aber meist als Mitarbeiterin im Prozess.

Haushalt und Sprache zählen

Mehr als 86% der ATLAS-Interaktionen finden außerhalb der Arbeit statt. Wenn KI im Haushalt nur 30 Minuten pro Woche spart, könnte der Wert unbezahlter Produktivitätsgewinne in den USA nahe 100 Milliarden US-Dollar liegen. Englisch macht weltweit nur etwa ein Drittel der Gespräche aus.

Im Blog heißt es: "This is just the beginning." Der Nutzen der ersten Version liegt in messbaren Koordinaten: erreichte Berufe, berührte Aufgaben, Automatisierungsanteil sowie Länder- und Sprachlücken.

Quellen: offizieller Google-Blog, Google ATLAS v1.0 Report, Axios, CocoLoop und Fox Business; geprüft wurden die Stichprobe von 14.653.926 Interaktionen, Quelloberflächen, Berufs- und Aufgabenmapping, 21% Aufgabenreichweite, unter 10% Automatisierungsabsicht, über 86% Nutzung außerhalb der Arbeit sowie Länder- und Sprachmetriken.