Microsoft macht Foundry auf der Build 2026 zur Agentenplattform

Auf der Build 2026 stellte Microsoft nicht ein einzelnes neues Modell in den Mittelpunkt, sondern Agenten als Betriebsform. Am 2. Juni in Fort Mason in San Francisco beschrieb das Unternehmen Foundry, die frühere Azure-AI-Plattform, als Umgebung, in der Unternehmen Agenten ausführen lassen können, ohne Runtime, Isolation, Zustand und Speicher selbst zu bauen.

Das greifbarste Element sind Hosted Agents, die Anfang Juli allgemein verfügbar werden sollen. Microsoft nennt verwaltete Sandbox-Sitzungen, Zustand, dauerhaften Dateisystemzugriff und freie Framework-Wahl. Entwickler sollen sich damit auf die Aufgabe des Agenten konzentrieren statt auf die Infrastruktur darunter.

Dazu kommen Speicher und Stimme. Prozeduraler Speicher, Nutzerspeicher und Sitzungsspeicher sind in der Public Preview; prozeduraler Speicher soll die Erfolgsrate absolut um 7 bis 14 Prozentpunkte erhöhen, fast ohne Mehrkosten. Voice Live ist allgemein verfügbar und bündelt Spracherkennung, TTS, Sprecherwechsel, Unterbrechungen und virtuelle Avatare in einer API.

Strategisch geht es um Governance. Microsoft stellt ASSERT als Open Source bereit, führt die Agent Control Specification ein und ergänzt Rubric-Bewertung sowie Guided Guardrail Setup. Mit Fireworks AI in Foundry und MAI-Modellen in Preview positioniert Microsoft Foundry als Ort, an dem Agenten laufen, gemessen, abgesichert und abgerechnet werden.

Quellen: CocoLoop, Microsoft Foundry Blog